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Tesla Model S – eine Kosten-Nutzen-Freude Betrachtung über das erste Betriebsjahr

Kann ein Model S eine Mercedes S-Klasse ersetzen? Ist das Model S für 30.000 km/Jahr eine sinnvolle Alternative? Wie viel Komfortverzicht steht dem Gewinn an Umweltfreundlichkeit und den geringeren Betriebskosten gegenüber? Ist nicht doch ein Elektrokleinstfahrzeug für die Kurzstrecke und die Weiternutzung der S-Klasse nur für die längeren Strecken sinnvoller als ein Model S? Wird das Superchargernetzwerk tatsächlich gebaut wie angekündigt? Halten die Batterien überhaupt, was versprochen wird? Heizt das Auto im Winter? Wie steht es um die Reichweite? Soll man nicht lieber die S-Klasse parallel behalten?

"Konfiguration mit der Wunschausstattung ergab, dass der Tesla gleich teuer ist wie die vergleichbaren Audi, BMW oder Mercedes."

Welches Auto schaffe ich mir an

Sehr viele Fragen, die sich über den Sommer 2013 angesammelt hatten. Mit dem Umzug der Firma 2012 stieg der Arbeitsweg von 11 Stufen auf 11 km an, eine Strecke, für die eine S-Klasse nicht sinnvoll nutzbar war, da sie für meinen Geschmack mit 18 Liter auf dem relativ kurzen Stück viel zu viel verbraucht hat. Im Mittel waren es etwa 13,5 Liter, durchaus akzeptabel für das Auto mit dem starken, hochkultivierten Motor. Dennoch rumorte der Sinngedanke in mir, ob diese Nutzung sinnvoll und zukunftsweisend ist. Vielleicht doch ein kleineres Modell? Ein Mercedes CLS 500, ein Audi S7, ein BMW 650i GranCoupe oder gar ein Panamera E-Hybrid? Oder doch das Tesla Model S P85, welches mit den vorgenannten in Größe und Leistung direkt konkurriert? Die Konfiguration mit der Wunschausstattung ergab, dass der Tesla gleich teuer ist wie die vergleichbaren Audi, BMW oder Mercedes, einzig der Porsche lag etwa 25.000 Euro darüber und schied schon daher aus. Die anderen Modelle kannte ich alle von Probefahrten her, so dass die Spannung auf den Vergleich mit dem Tesla wuchs.

Nun – um es kurz zu machen – der Tesla und nicht eins der Wettbewerbsprodukte steht vor der Tür. Warum?

Sechs Gründe die FÜR den Tesla sprechen:

Erster Grund (tun Sie es nicht, wenn sie nicht über einen absolut gefestigten Charakter verfügen – genau so, wie bei unseren Kopfhörern): die Probefahrt. Das Virus setzt sich sofort fest. Diese neue Art des leisen Fahrens hat Suchtpotenzial.

Zweiter Grund: Das Sales Team. Ich habe keine andere Marke erlebt, die das Thema Elektromobilität so konsequent umsetzt wie Tesla. Nicht nur, was das Auto und das Laden angeht, sondern bis hin zu Versicherungskooperationen, Förderung von Ökostrom usw, usw. Jede Frage, die ich als Neuling in dem Thema hatte, konnte beantwortet werden. Bei anderen E-Auto Herstellern erfuhr ich häufig ein „das weiß ich nicht, da muss ich nachfragen“ oder ein „das ist noch nicht ausgereift, nehmen sie doch erst mal einen Benziner“ – Aussagen, die einen kaufwilligen völlig abschrecken.

Dritter Grund: Das Konzept der Supercharger-Infrastruktur. Damals noch auf dem Papier, heute Realität. Der werbewirksamste Tesla ist für Tesla der, der auf der Straße fährt. Daher die eigene Infrastruktur und die kostenlose Nutzung der selbigen auf Lebenszeit. Toll.

Vierter Grund: die Wirtschaftlichkeit. Bei gleichem Neupreis ist der Tesla als einziges Elektroauto vom ersten Meter an günstiger zu fahren als ein Verbrenner. Dazu später mehr.

Fünfter Grund: der Spaß. Auf den ersten Metern überzeugend. Das Fahrgefühl. Nicht nur für die Probefahrt, sondern bei jeder Fahrt. Immer mehr. Ich habe stärkere Autos als den Tesla gefahren, aber die Ansatzlosigkeit der Reaktion kann KEIN Auto mit Verbrennungsmotor bieten. Und dabei spreche ich nicht von Raserei. Ich muss mich nur nicht mehr damit beschäftigen, ob gerade der richtige Gang oder die richtige Drehzahl mit Ladedruck anliegt, um ein Fahrmanöver zu machen. Das Model S ist einfach immer und bei jeder Geschwindigkeit bereit, meinen Fahrwunsch umzusetzen.

Sechster und sicher nicht letzter Grund: Die Freude. CO2-frei zu fahren ist faszinierend, das Feedback der Menschen immer überaus positiv, keine Neidmentalität vorhanden – ganz anders als bislang. Die Rekuperation – kaum noch Bremsenbenutzung, keine schwarzen Felgen mehr und keine Energieverschwendung, weil man verzögern muss.

Das Auto kam Ende Februar 2014 nach 6-monatiger Wartezeit, die scheinbar nie enden wollte.

13 Monate mit dem Model S

Statt 30.000 km wurde das Fahrzeug 53.000 km gefahren, weil es unglaubliche Freude beim Fahren bereitet. Massagesitze? Geschenkt. Rear-Seat-Entertainment und Liegesitze hinten? Ich sitze nur noch vorne links – wozu also. Supercharger? Wie Pilze kamen sie an allen Ecken aus dem Boden geschossen. In ganz Mitteleuropa. 142 Standorte sind es mittlerweile in Europa, knapp 500 Weltweit, 35 in Deutschland. Es ging immer schneller als angekündigt, und die Infrastruktur wuchs unbemerkt von der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Ich wurde so oft darauf angesprochen, dass ich mich entschloss, eine Rekordfahrt zu machen, um den Status Quo zu demonstrieren. TESLA in Motion heißt der Blog dazu auf Facebook.

Wir fuhren gerade 4.000 km durch Europa. 10 Länder, von denen in 9 Ländern auch geladen wurde. Wie lange wir gebraucht haben? 48 Stunden und 11 Minuten. Weltrekord für die mittlere Reisegeschwindigkeit mit einem Elektroauto. Eigentlich ebenso schnell wie mit einem Benziner, nur dass es weder etwas gekostet hat noch ein Gramm CO2 ausgestoßen wurde.

"Das Model S macht nicht nur Spaß und Freude, sondern ist auch noch in hohem Maße wirtschaftlich."

Und die Kosten? Reparaturen? Wartung? Zuverlässigkeit?

Leider gehen die meisten Firmen bei der Auswahl ihrer Geschäftsfahrzeuge nach der Leasingrate und nicht nach TCO, der Total Cost of Ownership. Ja – der Tesla ist teuer im Leasing, da er nicht mit Nachlässen verschleudert wird wie die meisten Wettbewerber. Im Fall des ULTRASONE-Tesla Model S kostet das Fahrzeug im Monat etwa 1.250 Euro netto bei 91.000 Euro netto-Neupreis.

Dazu die netto-Betriebskosten (hier allerdings positiv beeinflusst durch die im Herbst 2013 montierte PV-Anlage mit 9,7 KWp):

Stromkosten auf 100 km etwa 1 Euro, Wartungskosten bisher etwa 180 Euro für 50.000 km, Versicherung 820 Euro, Steuer 0 Euro, Reparaturen 0 Euro, Betriebsmittel zum Nachfüllen 0 Euro, Reifen anteilig etwa 600 Euro.

In Summe etwa 2.100 Euro für 50.000 km Autofahren. Will heißen etwa 4,2 Cent pro km ohne Wertverlust für sämtliche laufenden Kosten. Oder 4,20 Euro für 100 km.

Nun zum Vergleich die S-Klasse für die gleiche Laufleistung von 50.000 km:

Benzinkosten etwa 9.900 Euro bei zu erwartendem steigendem Preis, Wartung etwa 3.000 Euro, Versicherung 2.520 Euro, Steuer etwa 650 Euro, Reparaturen etwa 1.500 Euro, Betriebsmittel etwa 100 Euro, Reifen anteilig etwa 850 Euro.

In Summe also etwa 18.520 Euro netto für 50.000 km Autofahren. Also etwa 37,04 Cent pro km Autofahren ohne Wertverlust für sämtliche laufenden Kosten. Oder 37,04 Euro für 100 km. Diese Kosten unterscheiden sich nicht wesentlich von denen für einen Audi S7 oder BMW 650i oder Mercedes CLS 500.

Das heißt, der TESLA spart im Vergleich zum bisherigen Fahrzeug etwa 90 % in den laufenden Kosten.

Der zweite Vergleich wird jedoch für viele praxisnäher sein. In der Firma ULTRASONE läuft auch noch ein Audi A7 3,0 TDI mit 313 PS und besten Leasingkonditionen und Full-Servicevertrag.

Dieselkosten etwa 4.500 Euro, Wartung 180 Euro, Reparaturen 0 Euro, Versicherung 2.000 Euro, Steuer 450 Euro, Betriebsmittel etwa 50 Euro, Reifen anteilig etwa 700 Euro. In Summe also 7.880 Euro netto, also 15,76 Cent pro km oder 15,76 Euro pro 100 km.

Hier spart der Tesla also immer noch etwa 73 % der laufenden Kosten ein.

Allerdings kostet der Audi auch nur 999 Euro pro Monat im Leasing, das heißt, er liegt in diesem Bereich um 3.000 Euro pro Jahr günstiger als unser Model S, kostet aber im Betrieb 5.600 Euro mehr. Also TCO um 2.600 Euro pro Jahr höher.

Natürlich verschiebt sich dieses Verhältnis zugunsten des Audi, wenn die km weniger werden. Jedoch liegt der Break-Even-Point in den TCO zugunsten des Tesla Model S gegenüber dem Audi bei etwa 17.000 km/Jahr.

Die TCO-Break-Even-Jahresfahrleistung gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen liegt zugunsten des Model S in der Regel bei 0 km. Das Model S spart vom ersten km an.

Voraussetzung hierfür ist eine PV-Anlage auf dem Dach, die bei Elektroautos ohnehin der Königsweg der Umweltfreundlichkeit ist.

FAZIT: Das Model S macht nicht nur Spaß und Freude, sondern ist auch noch in hohem Maße wirtschaftlich.

UND: es wird durch laufende Updates immer noch besser.

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