Ab jetzt 100% elektrisch

Für viele Tesla-Fahrer stand der Tesla Roadster am Anfang Ihrer Elektrofahrzeug-Karriere. Nach der Begeisterung über die atemberaubende Beschleunigung und Reichweite des Roadster war es für sie nur ein kurzer Schritt, bis ein Model S in der Garage stand. Bei mir war es genau umgekehrt.

Seit ich mein 85 kWh Model S im Dezember 2013 bekommen hatte, wollte ich nur noch elektrisch fahren. Der Fahrspaß durch diesen Technologieträger, seine überlegene Alltagstauglichkeit und sein praxisgerechtes, hocheffizientes Ladesystem überzeugten mich: Ein herkömmliches Auto kommt mir nicht mehr ins Haus! Ein zweites Model S war leider nicht möglich, da das Platzangebot in der Garage wie mein Budget dies nicht zuließ.

In den letzten Jahren haben auch andere Hersteller Elektrofahrzeuge auf den Markt gebracht, die mich jedoch ausnahmslos hinsichtlich Reichweite und/oder Aussehen enttäuschten. Das Model S ist dagegen ein fantastisches Fahrzeug, das in jeder Hinsicht überzeugt. Daher sind Elektrofahrzeuge mit einer Reichweite unter 150 km für mich ihr Geld nicht wert. Folglich kam für mich nur ein weiterer Tesla in Frage, allerdings wollte ich nicht drei Jahre auf das  Tesla Model 3 warten.

"Wenn ich mir nur einen  Roadster  leisten könnte ...." Dieser Gedanke wurde zur fixen Idee. Nach einigen Monate Suche wurde ich dann fündig: Ein Tesla Roadster zu einem erschwinglichen Preis und, wichtiger noch, in einer Farbe, die meiner Frau Rosemary gefiel. Sie gab ihre Zustimmung zu einem "sehr orangefarbenen" Roadster 1.5, der weniger als 30.000 km auf dem Zähler hatte und bei einem BMW-Händler in Sarasota, Florida auf einen neuen Eigner wartete - wahrscheinlich eine Inzahlungnahme. Der Vorbesitzer hatte ihn zusammen mit seiner restlichen Fahrzeugsammlung in einer klimatisierten Garage aufbewahrt, weshalb er fast fabrikneu schien.

Natürlich konnte ich ihn nicht ungesehen kaufen, wollte aber nicht deshalb nach Florida fliegen. Daher postete ich eine Anfrage auf dem Forum des Tesla Motors Clubs, ob nicht ein Roadster-Eigentümer das Fahrzeug begutachten könnte. Innerhalb von zwei Stunden reagierte der Moderator Nigel Mould, selbst Besitzer eines Roadster und eines Model S. Er würde mir gerne den Gefallen tun und sich den Roadster ansehen. In der nächsten Woche fuhr dann Nigel zweimal beim Händler vorbei, um das Fahrzeug unter die Lupe zu nehmen und Probe zu fahren. Er empfahl mir den Kauf wärmstens. 

Einige Wochen später gesellte sich also der Roadster meinem Model S in der Garage hinzu. Meine bessere Hälfte taufte ihn prompt "Orange Crush" (Orangenlimonade). Er ist jetzt mein Alltagsfahrzeug. Damit wurde Pendeln zum Spaß - einfach hineinspringen und das Fahrpedal drücken. Damit erübrigen sich Tankstellenbesuche für mich jetzt auch auf dem Weg von und zur Arbeit.

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