The WOW effect

Seit ich meinen Führerschein machte, habe ich das Aufkommen von Elektrofahrzeugen in großen Stückzahlen erwartet. Und schon seit langer Zeit verfolge ich Tesla mit großem Interesse - manchmal mit Hoffnung, manchmal mit Bangen. Ich bin mehr als glücklich, dass Tesla alle Anfangsschwierigkeiten überwunden hat. Daher möchte ich all den engagierten Tesla-Mitarbeitern sehr herzlich für ihren Einsatz danken, denn er war Voraussetzung, dass die Tesla-Story Wirklichkeit wurde. Ich bin mir sicher, dass sie dieser Tage sehr stolz sind - und das zu Recht. Sie haben unglaublich viel geschafft und werden in Zukunft noch mehr erreichen.

 

Einer der ersten in Luxemburg

Als ich das erste Mal von Tesla hörte, hatten wir bereits vier Kinder. Nach langen Diskussion und verschiedenen Probefahrten konnte ich meine Frau überzeugen: ein Model X 90D sollte es sein. Mein Sohn und ich wählten die Optionen (Autopilot, Premium-Upgrade, Premium-Soundsystem und Kaltwetterpaket). Da unsere Garageneinfahrt sehr steil ist, war die Smart-Air-Luftfederung für uns unverzichtbar und wurde daher als weitere Option hinzugefügt.

Meine Frau und unsere drei Töchter wählten die Farbe: rot mit beigen Ledersitzen. Dann leisteten wir unsere Anzahlung. Es dauerte zwar lange, bis unser Model X endlich eintraf. Aber dafür war es eines der ersten in Luxemburg überhaupt. Und: das Warten hat sich gelohnt. Der Moment, in dem wir als 6-köpfige Familie auf nachhaltige Mobilität umstellen und uns endlich von unseren benzinbetriebenen Kombis verabschieden konnten, war mit großer Erleichterung und Freude verbunden. Der Geruch und die Partikel, die sich von der Garage bis ins ganze Haus breit machten, gehören nun der Vergangenheit an!




Weniger Ermüdung

Auch wenn es letztendlich nicht das wichtigste Kaufkriterium war, schätzen wir insbesondere den Komfort und das Design. Und unsere Kinder lieben den Wow-Effekt. Wir hatten genug Zeit uns auf die Ankunft vorzubereiten. Daher war uns eine wichtige Änderung in unserem Alltagsleben bereits im Vorfeld klar - kein Anstehen an der Tankstelle mehr. Wir schließen unser Auto einfach abends an.

Wir wussten, dass Langstreckenfahrten länger dauern würden, da wir öfter laden müssen als einen Benziner auftanken. Doch dies hat einen unerwarteten Vorteil. Bisher hatten wir nie eine empfohlene zweistündige Pause eingelegt. Jetzt aber stellen wir fest, dass wir durch die Zwischenstopps auf längeren Strecken weniger müde am Zielort ankommen.
Natürlich spielt hierbei die Autopilot-Funktionalität eine wichtige Rolle. Der Autopilot ist sehr intuitiv. Jeder kann seine grundlegenden Funktionen in wenigen Minuten verstehen. Mit der Zeit entwickelt man Vertrauen ins System und kennt die Situationen, in denen er am zuverlässigsten arbeitet und die meisten Vorteile bringt. Zum Beispiel auf der Autobahn, insbesondere beim Kolonnenfahren. Hier verwenden wir ihn schätzungsweise zu 90 - 95% der Zeit. Unsere Erfahrung zeigt, dass er eine echte Entlastung darstellt und unsere Fahrten wesentlich weniger anstrengend macht.

Auf unserer ersten Fahrt hatten wir sehr schnell das Gefühl, einer verschworenen Gemeinschaft anzugehören. In der Nähe von St. Tropez trafen wir jeden Morgen einen deutschen Tesla-Fahrer auf dem Parkplatz einer Bäckerei, wo er Croissants kaufte. Er gab uns wichtige Tipps für den Ladevorgang. Mit Superchargern überall in Europa werden die Entfernungen zwischen ihnen fortschreitend kürzer. Angesichts dieser Entwicklung glauben wir, dass eine kleinere Batterie für unsere Zwecke eigentlich ausreichen würde.

Großer Spaßfaktor

Ich wusste eigentlich, was uns erwartete. Doch der erstaunlichste Effekt ist, dass auch meine Frau vollende von unserem Model X überzeugt ist. Sie mochte Auto fahren eigentlich nie. Allerdings war es beeindruckend zu sehen, wie einfach sich ihr die Funktionen und Merkmale unseres Model X erschlossen. Ich sollte vielleicht nicht erwähnen, dass wir für gewöhnlich weniger als 20.000 km im Jahr fuhren. Aber mit dem Model X haben wir unsere Gewohnheiten offenbar geändert, denn wir nähern uns bereits nach neun Monaten der 18.000-km-Marke. Das wird wohl am Spaßfaktor liegen. Anders als viele andere Fahrer von Elektrofahrzeugen nutzen wir unser Auto nicht jeden Tag. Luxembourg ist dafür eine viel zu "verstopfte" Stadt. Der Großteil der zurückgelegten Kilometer im ersten Jahr kann also auf Langstreckenreisen zurückgeführt werden. Reichweitenangst war zunächst etwas, mit dem vor allem meine Frau zu kämpfen hatte. Aber je besser wir das Model X kennenlernten, desto schneller verflüchtigten sich diese Ängste. Selbst in Gegenden, in denen zwei Supercharger relativ weit auseinander liegen, schaffen wir es problemlos zur nächsten Ladestation. Im schlimmsten Fall reduzieren wir einfach unsere Geschwindigkeit etwas. Nichtsdestotrotz haben wir den Vertrag mit unserem Stromanbieter angepasst, um von einem Dual-Tarif zu profitieren (mit 100% erneuerbarer Energie). Das Laden macht den größten Teil unseres Stromverbrauchs aus. Da wir gewöhnlich in der Nacht laden, war für uns eine Lösung mit Nachtstromtarif am sinnvollsten.

Der Übergang ist real

Es dauerte mehr als ein Jahrhundert bis das Elektrofahrzeug im Volumenmarkt angekommen war. Mittlerweile ist dieser Prozess unumkehrbar. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Tesla weiterhin die treibende Kraft bei der Umstellung auf nachhaltige Mobilität mit erneuerbaren Energien sein wird - ein Schritt, der für das Überleben der Menschheit zwingend ist. Und ich bin glücklich, weiterhin zu dieser Umstellung beizutragen.

Zum Schluss möchte ich noch dem Luxemburger Tesla-Team, das damals gerade erst aufgestellt war, für die großartige Hilfe danken. Ich hatte bei Tesla immer das Gefühl, mit Gleichgesinnten zu sprechen und nicht mit einem Autohändler. Sie standen uns stets zur Seite, um Fragen zu beantworten und allfällig Probleme zu lösen.

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