Mein NICEmobil und ich: Die Geschichte einer unerwarteten Langstreckenliebe
Franz Liebmann, 17. November 2025
Fast 800.000 Kilometer in einem einzigen Auto – was für die meisten unvorstellbar klingt, ist für mich und mein Tesla Model S, liebevoll „NICEmobil“ getauft, gelebter Alltag. Als ich mein Model S 2015 in Wien kaufte, war eine solche Distanz keineswegs mein Plan. Meine Erwartung lag, basierend auf den Erlebnissen mit meinen früheren Fahrzeugen, bei etwa 400.000 Kilometern. Experten prophezeiten mir damals sogar, das Auto würde nach 100.000 Kilometern reif für die Schrotthalde sein.
Das Model S hat mich schnell eingefangen: Es machte das Fahren nicht nur angenehm, sondern sinnvoll, und die Kilometer sammelten sich wie von selbst. Ein entscheidender Faktor ist, dass jedes Software-Updates das Auto immer wieder besser macht. Und der Akku ist für mich der klare Beweis für die Robustheit des Model S. Selbst nach 600.000 Kilometern lag seine Kapazität noch bei beeindruckenden 82 %.
Diese Zuverlässigkeit bewies sich nicht nur im Alltag, sondern auch unter extremsten Bedingungen. Ob bei Rallyes in der Wüste Marokkos oder beim Alpenrodeo auf 2.000 Metern Höhe – mein Model S entpuppte sich als echter Dauerläufer, nicht als empfindliches Stadtauto. Ich lernte dabei mit einem Augenzwinkern eine wichtige Lektion: Jede Steckdose dieser Welt ist eine Ladestation, und das Verlängerungskabel wurde manchmal zur Abenteuer-Ausrüstung.
Doch meine Reisen sind mehr als nur eine persönliche Kilometerjagd. Über 6.000 Menschen saßen bereits am Steuer meines NICEmobiles und erlebten denselben Moment: das erste Staunen über die Ruhe und die ansatzlose Beschleunigung des Model S, gefolgt von einem breiten Grinsen – dem „Tesla Smile“. Für viele ist es der Augenblick, in dem es „Klick“ macht. Wir sind demnach auch Botschafter der Elektromobilität.
Ich kam aus der „deutschen Automobilwelt“ – beruflich wie privat. Bei der Autovermietung eines deutschen Herstellers lernte ich alles kennen, was Rang und Namen hatte. Deutsche Qualität, klar. Doch dann kam Tesla mit dem Model S und für mich begann eine neue Ära auf vier Rädern. Der Unterschied ist fundamental: Das Model S ist nicht einfach ein Auto, sondern eine technologische Revolution. Das Model S ist ein „mobile device on wheels“, bei dem Antrieb, Software und Effizienz perfekt ineinandergreifen. Ein Besuch in der Gigafactory in Nevada bestärkte mich in diesem Gefühl. Tesla ist für mich kein reiner Autohersteller, sondern ein „Energiewendebeschleuniger“, und jeder meiner Kilometer ist ein kleiner Beitrag zu dieser Mission.
Was ich nach all den Jahren am meisten schätze, ist eine Kombination aus Zuverlässigkeit, Komfort und der Leichtigkeit des Fahrens: Kein Tag fühlt sich alt an – das Auto ist technisch jung geblieben, ebenso das Fahrgefühl. und emotional jung geblieben. Für mich immer noch die aufregendste Limousine der Welt. Am meisten schätze ich das Pre-Cooling im Sommer und Pre-Heating im Winter. Seit über 10 Jahren hatte ich keinen Eiskratzer mehr in der Hand.
Und würde ich auf das neue Model S umsteigen? Meine Antwort ist das größte Kompliment an mein aktuelles Fahrzeug: „Teslas sind einfach zu gut. Mein jetziges Model S läuft wie am ersten Tag. Getreu meiner Gewohnheit, Autos „tot“ zu fahren, werde ich auch meinem NICEmobil treu bleiben, so spannend ich die Überarbeitungen finde – vor allem Effizienz, Interieur und Software. Falls mein NICEmobil einmal einen Nachfolger braucht, setze ich erneut auf ein Tesla Model S.