Powerwall-Modi

Die Powerwall ist so konfiguriert, dass sie den spezifischen Strombedarf Ihres Hauses erfüllt. Verwenden Sie die Tesla App, um die Leistung Ihrer Solaranlage mit Funktionen und Steuerungsmodi wie Notstromreserve, Eigenversorgung und Zeitbasierte Steuerung zu überwachen und zu verwalten. Erweiterte Einstellungen gewähren Ihnen Zugriff auf weitere Parameter.

Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schaltet sich die Vorklimatisierung ein und heizt die Powerwall auf, um den Betrieb und die Ladeleistung zu verbessern.

Mehr über die folgenden Modi Ihrer Powerwall:

Notstromreserve

Mit der Option "Notstromreserve" bietet Ihre Powerwall während eines Netzstromausfalls eine zeitlich begrenzte Versorgungssicherheit. Stellen Sie den als Notstromreserve gewünschten Prozentsatz ein, indem Sie den Schieberegler oben auf dem Bildschirm "Einstellungen" bewegen:

  • Wenn Sie für Netzausfälle mehr Notstrom reservieren möchten oder Ihre Region anfällig für Stromausfälle ist, können Sie einen höheren Prozentsatz als Notstromreserve festlegen.
  • Wenn Sie die Leistung Ihrer Powerwall bei aktiviertem Modus Eigenversorgung optimieren möchten, sollten Sie einen niedrigeren Prozentsatz als Notstromreserve festlegen.

 

Während eines Stromausfalls kann sich Ihre Powerwall bis unter den Stromreserveprozentsatz entladen, falls erforderlich. Sobald der Stromausfall behoben ist, lädt sich Ihre Powerwall vorrangig über den Reserveprozentsatz, bevor sie die normale Stromversorgung wieder aufnimmt. Um Ihre Powerwall als reine Notstromquelle zu verwenden, wählen Sie den Modus Eigenversorgung mit einer Notstromreserve von 100 %.

Hinweis: Das Festlegen einer Notstromreserve von 100 % wirkt sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit aus und erhöht Ihre Abhängigkeit vom Netz.

Niedrige Notstromreserve

Wenn Sie Ihren Reserveprozentsatz auf unter 20 % setzen, spricht die Kontrollleuchte "Notstromreserve niedrig" an und Ihre Powerwall hat möglicherweise nicht genügend Strom gespeichert, um über einen längeren Netzausfall ausreichend Notstrom bereitzustellen.

Sollte es zu einem Netzausfall kommen, während die Restladung Ihrer Powerwall unter 5 % liegt, wird die Stromversorgung Ihres Haushalts sofort abgebrochen. Die Powerwall hält dann diese Ladung auf Vorrat und wartet bis zum nächsten Morgen, um sich über die Solaranlage aufzuladen. Am Morgen versorgt Ihre Powerwall Ihren Haushalt dann für eine gewisse Zeit mit Strom, bis genügend Solarstrom zur Verfügung steht, um sowohl Ihr Haus mit Strom zu versorgen als auch sich selbst aufzuladen. Um mehr über dieses Verhalten zu erfahren, besuchen Sie Praxistipps für Stromausfälle.

Hinweis: Berücksichtigen Sie Ihre persönlichen wirtschaftlichen Anforderungen und Ihre Versorgungssicherheit, wenn Sie die Notstromreserve einstellen. Das Festlegen eines höheren Reserveprozentsatzes spart mehr Energie für den Schutz vor Stromausfällen, während ein niedrigerer Reserveprozentsatz eine optimierte Leistung im Modus "Eigenversorgung" oder "Zeitbasierte Steuerung" ermöglicht.

Eigenversorgung

Wenn der Modus "Eigenversorgung" aktiviert ist, speichert Ihre Powerwall Solarstrom, der tagsüber nicht benötigt wird, um Ihren Haushalt nachts mit Strom zu versorgen. Ihre Powerwall lädt sich auf, wenn überschüssiger Solarstrom erzeugt wird. Dieser gespeicherte Strom wird dann eingespeist, wenn Ihr Haushalt mehr Strom benötigt, als Ihre Solaranlage liefern kann.

Wenn Ihre Solaranlage genug Strom erzeugt, um den Stromverbrauch Ihres Haushalts zu decken, und die Powerwall vollständig geladen ist, wird überschüssiger Solarstrom in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Wenn Sie dagegen mehr Strom verbrauchen, als von Ihrer Solaranlage und der Powerwall geliefert werden kann, wird Strom aus dem öffentlichen Netz importiert.

Der Modus "Eigenversorgung" ermöglicht es, überschüssigen Strom für den Nachtbetrieb zu speichern. Dies ist der effektivste Weg, um Ihren CO2-Fussabdruck zu reduzieren und Ihre Energieunabhängigkeit zu erhöhen. Mehr über Energiedaten und Ergebniskarten in der Tesla App.

Einrichten von Eigenversorgung

Schritt 1: Öffnen Sie auf dem Startbildschirm das Menü "Einstellungen".

Schritt 2: Öffnen Sie das Menü "Powerwall".

Schritt 3: Wählen Sie unter "Betriebsmodus" die Option "Eigenversorgung".

Schritt 4: Geben Sie die gewünschte Notstromreserve vor, indem Sie den Schieberegler oben auf dem Bildschirm bewegen.

Zeitbasierte Steuerung

Die zeitbasierte Steuerung (auch als Lastverlagerung bezeichnet) hilft Ihnen, Ihre Einsparungen durch intelligentes Laden und Entladen Ihrer Powerwall zu maximieren. Wenn Ihre Strompreise während des Tages variieren, dann nutzen Sie wahrscheinlich einen dynamischen Stromtarif. Die zeitbasierte Steuerung bietet in diesem Fall die beste Rendite für Ihr System. Verbrauchszeitenpläne sind Stromtarifstrukturen, bei denen die Strompreise je nach Tageszeit, Tag oder Jahreszeit variieren können.

Energieversorger unterteilen Verbrauchszeitenpläne in der Regel in drei Zeiträume:

  • Hochtarif: Zeiten mit hoher Energienachfrage und den höchsten Preisen
  • Niedertarif: Zeiten mit niedriger Energienachfrage und den niedrigsten Preisen
  • Partieller Hochtarif, Nebentarif oder Standard: Alle anderen Zeiten


Mehr über Energiedaten und Ergebniskarten in der Tesla App.


Einrichten der zeitbasierten Steuerung

Bevor Sie den Modus "Zeitbasierte Steuerung" einrichten, sollten Sie die Zeiten Ihres dynamischen Stromtarifs abrufen, die normalerweise auf dessen Website oder Ihrer Stromrechnung zu finden sind.

Schritt 1: Öffnen Sie auf dem Startbildschirm das Menü "Einstellungen".

Schritt 2: Öffnen Sie das Menü "Powerwall".

Schritt 3: Wählen Sie unter "Betriebsmodus" die Option "Zeitbasierte Steuerung".

Schritt 4: Richten Sie Ihren bevorzugten Tarif ein, indem Sie auf die Karte "Stromtarif" tippen.

Schritt 5: Geben Sie dann die gewünschte Notstromreserve vor, indem Sie den Schieberegler oben auf dem Bildschirm bewegen.

Erweiterte Einstellungen

Die Powerwall bietet erweiterte Einstellungen, die festlegen, wie das System Strom in das Netz einspeist bzw. davon bezieht. Diese Einstellungen können je nach Stromversorger unterschiedliche Auswirkungen mit sich bringen. Falls diese nicht klar sind, sollten Sie sich mit Ihrem Installationsbetrieb beraten, bevor Sie "Erweiterte Einstellungen" in der Tesla App anpassen.

Vorkonditionierung

Bei niedrigen Temperaturen ist die Ladefähigkeit aller Batterien eingeschränkt. Um klimatisch widrige Einflüsse zu kompensieren, verwendet die Powerwall eine Vorklimatisierung. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schaltet sich die Vorklimatisierung ein und heizt die Powerwall auf, um den Betrieb und die Ladeleistung zu verbessern. Um sich zu beheizen, verbraucht die Powerwall eine kleine Menge an Energie, die dann das Laden mit hoher Leistung ermöglicht.

Während einer kalten Nacht heizt sich Ihre Powerwall vor Sonnenaufgang automatisch vor, damit tagsüber der maximale Solarstrom gespeichert werden kann. Dank der Vorklimatisierung in Kombination mit dem einzigartigen Tesla Flüssigheizungsmanagement kann Ihre Powerwall bei niedrigeren Temperaturen arbeiten als jeder andere Stromspeicher.


Weitere Überlegungen:

Sie können diesen Modus nicht anpassen, da die Powerwall ihre Innentemperatur selbst am besten erkennt und "weiss", wann die Vorklimatisierung aktiviert werden muss.

Während der Vorklimatisierung sehen Sie möglicherweise im Fenster "Leistungsfluss", dass von der Solaranlage oder vom Netz Strom in die Powerwall fliesst. Dies ist normal, denn die Energie wird nur zum Heizen und nicht zum Laden verwendet.

In den Wintermonaten wird ein kleiner Teil der Powerwall-Kapazität reserviert, um die Leistung bei kaltem Wetter zu verbessern. Dies kann die in der Tesla App sichtbare Gesamtkapazität ändern. Doch keine Sorge, die Gesamtkapazität hat sich nicht verändert - diese kleine Reserve wird nur vorgehalten, um die Leistung zu verbessern.

Unterstützte Versionen

  • Powerwall: 22.9+
  • Tesla App: 4.7+